Shadowmarch
von Tad Williams. – Little, Brown Book Group; Auflage: New Ed (2. März 2006). – Paperback, 864 Seiten. – ISBN-10: 1841494437, ISBN-13: 978-1841494432. – ca. 10 EUR. – Sprache: Englisch. – Deutscher Titel: Shadowmarch – Die Grenze. – 1. Teil einer vierteiligen Serie.
Inhalt von Shadowmarch
Southmarch, auch Shadowmarch genannt, eines der Marchland Kingdoms liegt direkt an der unheimlichen Shadowline, einer endlosen Nebelgrenze, die den Norden vom Süden trennt und hinter der die Twilight People oder Qar abseits der Menschen leben. Es ist überliefert, dass jeder der die Shadowline übertritt, sofort verrückt wird. Die Shadowline hat sich seit Jahrhunderten nicht verändert und die Menschen lebten ungehindert und unverletzt nahe dieser Grenze. Doch jetzt scheint sich die ganze Welt zu ändern. Die Shadowline verschiebt sich gegen Süden und immer mehr Menschen werden vom dichten Nebel verschluckt.
In Southmarch herrscht die Familie Eddon, jedoch wird König Olin vom ruchlosen Autharken in Xand entführt. Sein Sohn, Prince Regent Kendrick, übernimmt die Regierungsgeschäfte, er wird jedoch brutal ermordet. Als einzige Nachfolger bleiben die 15-jährigen Zwillinge, Briony und Barrick. Sie müssen jetzt die Geschicke des Königreichs lenken. Sie alleine müssen jetzt Shadowmarch vor der Invasion der Qar beschützen und sich gegen Intrigen und Verrat am Hof behaupten.
Review von Shadowmarch
Alle Zutaten für eine anständige Fantasy-Geschichte vorhanden
Die Geschichte hat alle Zutaten, die eine Fantasy-Geschichte braucht. Fremde Kontinente, verschiedene Königreiche, einen verschleppten König, Königskinder, die jung und verwöhnt je aus ihrer Kindheit gerissen werden, ein Mord, Komplotte am Hof, eine geheimnisvolle Nebelgrenze, hinter der seltsame Fabelwesen leben sollen, verschiedene Rassen wie die Funderlinge oder die Rooftoppers, die unter den Menschen leben, Mysterien unterhalb der Burg, furchtbar grausame kalte Schattenwesen, ein schreckliches königliches Geheimnis, eine kleine Ordensschwester, die den Göttlichen heiraten muss, dann aber fliehen muss, weil sich der Führer der Garde sich in sie verliebt, ein Junge, der aus der Schattenwelt gekommen ist und nicht weiß, wer er ist.
Nicht unspannend
Was soll ich sagen, alles recht spannende Zutaten, aber das Gericht, das daraus entsteht, ist irgendwie unausgegoren. Prinzipiell habe ich einfach deshalb immer weiter gelesen, weil ich überzeugt war, dass es endlich im nächsten Kapitel richtig richtig spannend wird. Es ist nicht unspannend, aber es reißt einen auch nicht richtig vom Hocker.
Platte Charaktere
Irgendwie sind die Charaktere platt. Das Geheimnis vom König und seinem Sohn ist nicht richtig furchtbar grausig, der Hofzauberer ist nicht richtig super geheimnisvoll, die Funderlinge kommen einem wie Hobbits vor, die Prinzessin ist zu glatt.
Hoffnungsträger
Dafür sind die Schattenwesen und Lady Percupine recht vielversprechend. Auch der Junge aus der Schattenwelt scheint noch eine gute Story zu versprechen und Quinnitan, die kleine Ordensschwester, die aus irgendeinem noch verborgenen Grund, den Göttlichen heiraten musste, ist auch ein Hoffnungsträger für eine gute Geschichte.
Vierteilige Serie
Hier sein erwähnt, dass es sich bei Shadowmarch um den ersten Teil einer vierteiligen Serie handelt. Daher meine Hoffung, dass die Geschichte noch besser wird.
Otherland und andere Birnen
Ich lese Shadowmarch, nachdem ich die Otherland Saga von Tad Williams gelesen habe. Diese Serie war so außergewöhnlich und anders, dass Shadowmarch zwangsweise einfach nicht so gut sein kann. Obwohl man sicher argumentieren kann, dass diese Geschichten nicht vergleichbar sind. Eine Cyberwelt-Märchengeschichte mit einer klassischen Fantasystory ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Aber trotzdem.
Mein Fazit von Shadowmarch
Wenn man auf solide Fantasy-Geschichten steht, vielleicht auch noch nicht so viele gelesen hat, dann wird einem Shadowmarch sicherlich gefallen. Es ist auf alle Fälle so gut, dass ich mit dem zweiten Teil der Serie Shadowplay schon begonnen habe.
Gelesen im April 2011.
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