Breaking Dawn
von Stephenie Meyer. – Little, Brown Book Group; 2. August 2008. – Paperback, 768 Seiten. – ISBN-10: 1905654294, ISBN-13: 978-1905654291. – ca. 15,90 EUR. – Sprache: englisch. – Deutscher Titel: Bis(s) zum Ende der Nacht.
Inhalt von Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht
Im letzten Band der Twilight Serie von Stephenie Meyer heiraten Bella und Edward endlich. Doch das ist ist nicht das von allen Fans erwartete Finale, sondern der Auftakt für viele weitere spannende Ereignisse.
Nach der Hochzeit findet endlich die langersehnte Hochzeitsnacht statt, aber auch hier hört die Story nicht auf. Bella will ihre neu entdeckten Freuden des Ehelebens noch länger genießen und spekuliert damit, ihr Menschsein noch etwas länger hinauszuzögern und vorher vielleicht noch die Uni zu besuchen.
Aber dann kommt alles ganz anders, Bella wird schwanger und bringt binnen kürzester Zeit ein Baby auf die Welt, das halb Mensch, halb Vampir ist. Doch die Geburt übersteht sie fast nicht und daher verwandelt sie Edward, mit der Erlaubnis von Jacob, in eine Vampirin.
Das gibt den Volituri einen Vorwand, endlich den Cullens einen Dämpfer zu versetzen. Zum großen Endkampf kommt es aber Dank Bella und ihren Fähigkeiten nicht und schießendlich geht alles gut aus.
Review von Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht
Der Abschlussband der Twilight Serie ist in drei Bücher unterteilt, wobei das erste und dritte von Bella erzählt wird, das zweite überraschend von Jacob.
Erstes Buch – Bellas und Edwards Hochzeit
Im ersten Band heiraten Edward und Bella in einer schönen kitschigen Zeremonie. Dann bringt Edward Bella auf eine Insel vor der südamerikanischen Küste, wo die beiden ihren Honeymoon verbringen. Wer sich jetzt eine detaillierte Schilderung der Hochzeitsnacht erträumt hat, wird jedoch bitter enttäuscht. Wie in guten alten Hollywoodfilmen wird angedeutet, dass “es” jetzt passiert, aber was passsiert, muss sich jeder selbst ausdenken. Nur soviel sei verraten, sie passen auch körperlich bestens zusammen und es war einfach wunderbar.
Grundsätzlich war es ja zu erwarten, dass in einem Buch, das als Jugendroman verkauft wird, keine deftigen Sexszenen vorkommen. Vor allem, das es ja eine amerikanische Autorin ist und die Amerikaner doch immer so prüde sind und vorehelichen Sex ablehnen. Falls die Autorin auch dieser Meinung ist, dann hat sie das mit Edwards Vampirgestalt derart geschickt gelöst, dass es sehr zu bewundern ist. Ich glaube aber, dass das keine Message ist, die beabsichtigt war. Edward ist ein Vampir und dürstet nach Blut und ist megamäßig stark und beim Sex verliert man nunmal die Kontrolle. Daher hat mich das Geheirate vor dem Sex gar nicht schlimm gestört. Er ist nun mal aus dem vorigen Jahrhundert und da gehört sich das so.
Und dann passiert das Unfassbare und Unerwartete – Bella wird schwanger. Aber es ist keine normale Schwangerschaft, das Kind wächst im Eiltempo. Bella spürt quasi schon kurz nach der Empfängnis das Baby in ihrem Bauch. Edward bringt sie nachhause und will mit Carlisles Hilfe das Baby abtreiben.
Buch 2 – Jacob erzählt
Jacob erzählt aus seiner Sicht was passiert als Edward die schwangere Bella nachhause bringt. Bella will das Kind unbedingt behalten und zieht Rosalie auf ihre Seite, die für sie einspingt und das Baby quasi beschützt. Bella will Jacob unbedingt an ihrer Seite haben und auch Jacob weicht – sehr zum Leidwesen aller Vampire – nicht von Bellas Seite. Die Werwölfe wollen das Baby töten, aber Jacob wehrt sich dagegen und verläßt das Rudel. Seth und Leah schließen sich ihm an.
Das Baby wächst ungebremst weiter und Bella ist schon nach ein paar Wochen hochschwanger. Sie hat furchtbare Schmerzen, die erst ein bisschen abklingen als sie Blut trinkt, um das Baby zu nähren. Das Baby wächst und wächst und bricht Bellas Rippen. Edward bittet schließlich Jacob als wahres Alphatier der Werwölfe darum, dass er Bellas Leben retten darf, indem er sie zur Vampirin verwandelt. Edward holt das Baby via Kaiserschnitt zur Welt, es ist ein Mädchen, Renesemee. Bei der Geburt bricht Bellas Wirbelsäule. Edward beißt Bella, um sie zur Vampirin zu machen. Jacob ist von Sinnen und beschließt das Baby zu töten, aber es kommt anders, als er sie zum ersten Mal sieht.
Die Geschichte wird von Jacob in seiner jugendlich-flapsigen Art erzählt. Obwohl es ihn fast zerreißt, bleibt er an Bellas Seite. Aus noch unerklärlichen Gründen kann er sich nicht von ihr losreißen. Er trennt sich sogar von seinem Rudel. Erst als Renesmee auf der Welt ist, wird klar was passiert ist. Er ist auf das kleine Mädchen geprägt, ob er will oder nicht. Und ob Edward das will oder nicht.
3. Buch – Bella in ihrem neuen Vampirleben
Bella durchlebt die schmerzvolle Hölle ihrer Verwandlung in eine Vampirin. Als es vorbei ist, bestaunt sie die Welt mit all ihren geschärften Sinnen. Sie ist jedoch kein blutrünstiger Jung-Vampir, sie hat eine bemerkenswerte Selbstbeherrschung und kann menschlichem Blut widerstehen. Obwohl sie darauf vorbereitet war, dass sie lange Zeit kein Verlangen nach Edward verspüren wird, ist die knisternde Erotik sofort da.
Ihre Tocher, Renesmee, wächst unfassbar schnell und kann durch Berührung mit ihren Händen kommunizieren. Bald ist sie ein Kleinkind, das sowohl Blut als auch normale Nahrung zu sich nehmen kann. Außerdem ist sie heiß und hat einen Pulsschlag. Jeder, der sie sieht, ist sofort in ihrem Bann.
Bella ist unfassbar glücklich. Aber dann sieht eine andere Vampirin Renesmee und hetzt die Volituri auf die Cullens. Diese scharen befreundete Vampire als Zeugen um sich, um wenigstens die Chance zu haben, mit den Volituri zu reden. Es kommt zum großen Showdown, aber nur durch Bellas Kräfte, sie kann ein Schutzschild um sich ziehen, gelingt es, die Katastrophe zu verhindern. Die Volituri begreifen, dass Renesmee keine Gefahr darstellt.
Und dann leben alle glücklich bis ans Ende ihrer Existenz weiter.
And then we continuedd blissfully into this small but perfect piece of our forever.
Ach, seufz. Es ist ein gutes Ende, nach einer spannenden Geschichte mit überraschenden Wendungen.
Zuerst die Hochzeitsnacht, dann die unerwartete Schwangerschaft, dann die Verwandlung, dann der Endkampf und dann das Happyend.
Zwar kommt wieder einmal Edward zu kurz, er wird irgendwie fast zur Nebenfigur, der sich immer nur Sorgen macht und alle Wünsche seiner Frau erfüllen will, aber das wird durch die angedeuteten Sexszenen fast wieder wett gemacht.
Man ist zufrieden, dass Jacob zum Alphatier wird und endlich die Liebe seines Lebens findet, auch wenn Renesmee erst in ein paar Jahren alt genug dafür sein wird. Er bleibt in Bellas Leben und das wollte sie ja schon immer. Er kann nun einfach ihr Freund sein. Wie schön, dass das in der Fiktion so leicht geht.
Selbst Charlie bleibt ein Teil von Bellas Leben, zumindest für die nächsten paar Jahre. Und auch er findet endlich jemanden anderen, der für ihn kocht.
Zwar darf man sich keine Fragen stellen, wie z.B. was macht man mit der Unendlichkeit? Wird einem da nicht fad? Was macht man 24 Stunden lang, wenn man nie schläft? Wenn man nach dem Sex nicht müde ist, wie lang macht man da weiter? Was macht man den lieben langen Tag? Welches Ziel strebt man da an? Aber halt, das ist ja nicht das Thema dieser Geschichte. Es ist und bleibt eine Liebesgeschichte, die nach langem Hin und Her gut ausgeht. Wie sie den Alltag bewältigen, ist nicht der Punkt.
Mein Fazit von Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht
Der Abschlussband der Twilight Serie ist wirklich gelungen. Bella und Edward haben endlich Sex, sie wird endlich zur Vampirin, die Volituri Sache wird abgeschlossen, ein Baby gibt’s auch noch und Jacob wird ein Teil der Familie. Was will man mehr. Ende gut, alles gut. Und das Ende fühlt sich gut an.
Für Fans der Geschichte ist es ein überaus gelungener Abschlussband. Selbst wenn man die ersten Bände nicht kennt, könnte das Buch auch einige Facetten haben, die ein Neu-Leser gut finden kann. Es bleibt aber bei meiner Einschätzung vom ersten Band. Wenn man auf Teenager Liebes-Vampir-Geschichten steht und vor Kitsch nicht zurückschreckt, dann sollte man die Twilight Serie lesen, ansonsten sollte man die Finger davon lassen.
Ein Rat noch, unbedingt auf englisch lesen! Es ist weniger kitschig und authentischer und auch für ungeübte Englisch-Leser lesbar, da der Stil sehr einfach gehalten ist.
erstmals gelesen im August 2009
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